

Trüffel - den meisten Zeitgenossen ist diese Delikatesse nur
dem Namen
nach bekannt. Seit Jahrtausenden umgibt die Knolle eine Aura von
Exklu-
sivität - gleich einem kostbaren Edelstein mit deren Glanz
sich nur wenige
Auserwählte zieren können.
Was ruft nun die Begehr des Menschen für dieses seltene und
nur schwer
zu findende Kleinod hervor?
Das Interesse der Menschen an den edlen Früchten reicht bis
in die Wurzeln
unserer Zivilisation zurück. Schon frühzeitig schreibt
man den Trüffeln neben
dem einzigartigen Geschmack nahrhafte und heilende Wirkungen zu.
Beson-
dere Anziehungskraft erfuhren die begehrten Pilze, als man deren
aphrodisie-
rende Qualitäten bemerkte. Bereits 2500 Jahre v. Chr. war in
Mesopotamien
der Verzehr von Trüffeln Ausdruck höchster
Lebensfreude. Bekannt ist, dass
Trüffeln bereits geschätzte Happen auf den
königlichen Tafeln der Babylonier
und Pharaonen waren.
Im Altertum versteigerte man sich zu abenteuerlichen Deutungen
über die
Herkunft der begehrlichen Objekte. Demnach waren die Erdpilze nur
dort zu
finden, wo Zeus mit Blitz und Donner die Erde erschüttern
ließ. Die Römer
weihten Trüffeln der Venus, ihrer Göttin der Liebe und
Schönheit. Überhaupt
haben die Lateiner maßgeblichen Anteil an der
Popularität der kostbaren
Knollen bei nachfolgenden Generationen von Feinschmeckern. Aus
Überlie-
ferungen und Beschreibungen der üppigen Bankette des
Lukullus wissen wir,
dass Trüffeln oftmals als besonderer Leckerbissen ein
Festessen krönten.
Im frühen Mittelalter verbannten Kleriker die edlen
Gewächse aus den euro-
päischen Küchen. Ob ihrer Stimulation des Sinnlichen
waren Trüffel nun das
Werkzeug des Teufels und deren Genuss Ketzerei. Gott sei Dank
siegte
guter Geschmack über religiösen Wahn, und seit dem
späten Mittelalter er-
fährt die Frucht bis heute wieder die Aufmerksamkeit, die
ihr gebührt.
Zu allen Zeiten standen die Trüffel im Focus des guten
Geschmacks. Wer
etwas auf sich hielt (und hält) veredelte Speisen mit
Trüffeln. Über Jahrhun-
derte waren Trüffeln Ausdruck von Reichtum und Noblesse. Der
exzellente
Geschmack der Pilze können eine Mahlzeit zu einem
unvergesslichen Er-
lebnis werden lassen. Nicht umsonst bezeichnen wir Trüffeln
deshalb auch
als die Juwelen der Küche.
[Mehr über Trüffel: siehe wikipedia.de]

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Pharao Cheops

Venus von Milo |